Noch zwei Tage
In zwei Tagen erscheint Der Prinz des Nachtreichs.
Ich glaube, ich habe diesen Satz in den letzten Tagen schon oft gedacht – aber so richtig begreifen kann ich ihn noch nicht.
Wenn ein Buch erscheint, sehen die meisten Menschen nur das fertige Cover im Buchladen. Für mich steckt dahinter eine sehr lange Reise. Will und Letty begleiten mich schon seit einer ganzen Weile. Sie haben sich in Gesprächen entwickelt, in Szenen, die plötzlich da waren, und in Momenten, in denen ich nachts noch einmal aufgestanden bin, weil mir ein Dialog durch den Kopf ging, der unbedingt aufgeschrieben werden wollte.
Jetzt stehen sie kurz davor, ihre eigene Reise zu beginnen.
Je näher der Erscheinungstag rückt, desto mehr wächst meine Aufregung. Nicht, weil ich unsicher bin – sondern weil dieser Moment immer etwas Besonderes bleibt. Eine Geschichte verlässt den Schreibtisch. Sie gehört plötzlich nicht mehr nur mir, sondern auch euch.
Währenddessen läuft hinter den Kulissen alles gleichzeitig weiter.
Das neue Manuskript wartet darauf, beendet zu werden. Die letzten Kapitel wollen geschrieben werden, Figuren streiten sich noch um ihre Szenen und manchmal habe ich das Gefühl, dass sie genau dann besonders gesprächig werden, wenn ich eigentlich schlafen sollte.
Und gleichzeitig bereite ich mich schon auf die Leipziger Buchmesse vor. Lesungen werden geplant, Bücher signiert, Termine organisiert. Ich freue mich sehr darauf, viele von euch dort zu treffen, über Geschichten zu sprechen und natürlich Will und Letty vorzustellen.
Wenn ich ehrlich bin, ist diese Zeit immer ein bisschen verrückt.
Der Kopf steckt noch halb in der Geschichte, die gerade erscheint.
Der andere Teil arbeitet schon am nächsten Buch.
Und irgendwo dazwischen liegt der Moment, in dem man innehält und denkt:
Bald ist es wirklich so weit.
In zwei Tagen öffnen sich die Tore zum Nachtreich.
Und ich bin sehr gespannt, wer von euch hindurchgeht.
Wie sieht es bei dir aus? Bist du gewappnet?
