
Für mich bedeutet Buchmesse: Kontakte vertiefen – Menschen, mit denen ich bislang nur per Zoom gesprochen oder telefoniert habe, endlich live zu treffen. Es ist erstaunlich, wie vertraut sich jemand anfühlen kann, den man noch nie umarmt hat – bis zu diesem Moment, in dem man sich auf dem überfüllten Messegelände endlich gegenübersteht.
Dann sind da natürlich die neuen Begegnungen: Kolleginnen, Blogger, Buchhändler, Agenten – manchmal auch einfach Menschen, die zufällig am Stand vorbeikommen und mit einem Lächeln stehenbleiben. Und weil gefühlt ALLE in Frankfurt sind, reiht sich ein spontanes Treffen ans nächste. Es gibt diese wunderbaren Dates zwischen zwei Hallen, das „Lass uns kurz einen Kaffee holen“ – das dann natürlich zwei Stunden dauert, weil man sich festquatscht. Und manchmal entstehen genau daraus neue Projekte oder Freundschaften.
Wenn ein neues Buch am Start ist, wird’s besonders schön. Leserinnen und Leser live zu treffen, zu hören, was sie berührt hat, welche Szene sie lieben – das ist pure Energie. So viel Herz, so viel Leidenschaft – das trägt mich durch Wochen, manchmal Monate. Natürlich ist die Messe auch ein bisschen wie ein wilder Ritt durch Trends und Themen. Man erfährt, was gerade gefragt ist, welche Geschichten ankommen, welche TikTok-Wellen man verpasst hat (weil man – hüstel – lieber schreibt als scrollt). Man saugt Eindrücke auf, lauscht Gesprächen, und am Ende summt der Kopf – aber auf die beste Weise.
Mein Fazit? Die Buchmesse ist anregend, motivierend, erfrischend – und ein kleines kreatives Reset.
Man kommt erschöpft, aber inspiriert nach Hause. Und kaum sitze ich wieder an meinem Schreibtisch, merke ich: Ich habe drei neue Ideen im Gepäck. Und die will ich jetzt auch umsetzen.
